Frauen* verdienen mehr

Medienaktion zur Forderung von Einkommengerechtigkeit Bild: Astrid Knie

Ein Lohngesetz nach dem Vorbild Islands. Das forderten die SPÖ-Frauen und die #youngfeminists der sozialdemokratischen Jugendorganisationen aks, Junge Generation, Sozialistische Jugend und VSStÖ bei einer Aktion vor der Wirtschaftskammer. Mit bei der Aktion waren SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek, die Wiener Frauenvorsitzende Marina Hanke, SPÖ-Bezirksvorsteherin von Wieden Lea Halbwidl, SJ-Vorsitzende Julia Herr, Vorsitzende der Jungen Generation Claudia O’Brien, VSStÖ-Vorsitzende Marlene Spitzy, aks-Vorsitzende Noomi Anyanwu, SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner und die Wiener Frauensekretärin Nicole Berger-Krotsch. Verteilt wurden Schoko-Taler für Frauen und Infomaterialien.

„Heute gibt es einen zusätzlichen Taler für die Frauen. In Zukunft muss es echte Lohngerechtigkeit geben!“ so SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek. „Dass Frauen endlich gerechte Löhne verdienen müssen, steht außer Frage – dass es dafür auch Konsequenzen braucht, liegt auf der Hand. Ich fordere die Wirtschaftskammer daher auf, ihr kategorisches Nein zu überdenken“, so Heinisch-Hosek.

Der SPÖ-Plan für mehr Lohngerechtigkeit sieht Strafen bei Unterentlohnung von Frauen, effektivere Einkommensberichte, Pilotprojekte gemeinsam mit Arbeitgeber- wie ArbeitnehmerInnenvertreterInnen für eine faire Entlohnung in allen Branchen, einen Rechtsanspruch auf einen Wechsel von Teilzeit auf Vollzeit und umgekehrt, einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungslatz ab dem 1. Lebensjahr des Kindes, 50 Prozent der AMS-Mittel für Frauen und einen Mindestlohn von 1.700 Euro steuerfrei vor.

„Das ist eine Frage des Willens. Andere Staaten mit kleinerer Lohnschere zeigen, dass es geht. Gehen wir diesen längst fälligen Schritt und zwar jetzt!“, sind sich alle FeministInnen einig.