Gewalt gegen Frauen ist ein strukturelles Problem!

Bild: Aziz Erol

Mit dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November begann die jährliche Bewusstseinskampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“. Aus diesem Anlass veranstalten die Wiener SPÖ Frauen am Mittwoch, den 4. Dezember 2019 eine Medienaktion mit dem Titel „Wenn das eigene Zuhause zum Tatort wird“.„Gewalt gegen Frauen ist ein strukturelles Problem in unserer Gesellschaft“, macht SPÖ Wien-Frauenvorsitzende Marina Hanke deutlich. „Dieses Jahr wurden bereits 19 Frauen in Österreich von ihren (Ex-)Partnern oder Angehörigen ermordet.“ Lobend erwähnt Hanke die Gewaltschutzmaßnahmen der Stadt Wien: „Die Stadt Wien ist Vorreiterin in Sachen Gewaltschutz und baut diesen auch stetig aus. 2022 wird das 5. Wiener Frauenhaus eröffnet und auch in Sachen Gewaltprävention sind neue Maßnahmen geplant. Dieses vielfältige und flächendeckende Gewaltschutznetz muss auch österreichweit Realität werden!“

In Österreich wird im Schnitt jede fünfte Frau ab dem 15. Lebensjahr Opfer von körperlicher oder sexualisierter Gewalt. Die Täter kommen dabei oft aus dem näheren Umfeld des Opfers. Die Wiener SPÖ-Frauensekretärin Nicole Berger-Krotsch betont: „Zwei Drittel aller Gewaltverbrechen an Frauen werden zu Hause verübt und die Täter kommen aus dem engsten Familien- und Bekanntenkreis. Das beweist einmal mehr, dass das eigene Zuhause der gefährlichste Ort für Frauen ist. Darauf wollen wir im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt einmal mehr aufmerksam machen und sagen: STOP! Gewalt gegen Frauen darf keinen Platz in Österreich haben.“

Mehr Prävention, Information und Aufklärung sowie Schulungen für all jene, die helfen können, Gewalt zu verhindern fordert auch die SPÖ Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek. „Wir fordern ein Soforthilfepaket von 4 Millionen Euro für den Ausbau von Hilfseinrichtungen und für opferschutzorientierte Täterarbeit wie Anti-Gewalt-Trainings. Das eigene Zuhause ist für viele Frauen ein gefährlicher Ort. Noch immer ist das ein Tabuthema, über das viel zu wenig gesprochen wird“, mahnt Heinisch-Hosek.

„Gewalt an Frauen findet oft im Verborgenen statt. Die Angst um das eigene Leben oder um das der Kinder hindert viele Frauen daran, Hilfe zu suchen“, unterstreicht SPÖ Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner. „Deswegen wollen die SPÖ Frauen bei Aktionen in ganz Österreich über Hilfseinrichtungen informieren und den Frauen zeigen: Ihr seid nicht allein!“