Wir führen Johanna Dohnals Erbe weiter

Bild: Manuel Domnanovich

Viele frauenpolitische Errungenschaften in Österreich gehen auf die ehemalige Frauenministerin Johanna Dohnal zurück. Am 14. Februar, wäre Dohnal 81 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass veranstalteten die Wiener SPÖ Frauen gemeinsam mit den SPÖ-Bundesfrauen eine Straßenaktion unter dem Motto "Was Johanna sagt".

„Johanna Dohnal hat ein immens wichtiges frauenpolitisches Erbe hinterlassen. Wir führen dieses Erbe weiter, denn Frauen haben immer noch nicht die gleichen Rechte und Chancen, die ihnen zustehen“, betonte die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende Marina Hanke.

Was Johanna sagt

SPÖ Wien-Frauensekretärin Berger-Krotsch verwies auch auf Dohnals jahrelangen Einsatz in der Wiener Kommunalpolitik: „Auch vieles, worauf wir in Wien frauenpolitisch stolz sind, geht auf Johanna Dohnal zurück. So wurde etwa auf ihre Initiative hin 1978 das erste Wiener Frauenhaus eröffnet. Inzwischen hat Frauenstadträtin Kathrin Gaál bereits das fünfte Frauenhaus auf den Weg gebracht.“

„Johanna Dohnal hat zahlreiche Errungenschaften für die Frauen erkämpft, auf denen wir jetzt aufbauen. Die Fristenregelung, die Familienrechtsreform, das Gleichbehandlungsgesetz, das Gewaltschutzgesetz – das alles sind Meilensteine der Frauenbewegung. Ihre Themen wie Lohngerechtigkeit, Arbeitszeitverkürzung, Schutz vor Diskriminierung und Gewalt sind hochaktuell. Feministische Politik ist heute wichtiger denn je“, betonte auch Heinisch-Hosek.

Brunner verwies auf den weltweiten Aktionstag „One Billion Rising“, der jährlich ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und für Gleichstellung setzt und ebenfalls heute stattfindet. „Gerade am heutigen Aktionstag One Billion Rising ist es wichtig, an Johanna Dohnals Eintreten für eine geschlechtergerechte Gesellschaft zu erinnern. Das Gewaltschutzgesetz, das sie auf den Weg gebracht hat, war eines der modernsten in Europa. Hier gibt es immer noch dringenden Handlungsbedarf“, so SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner.