Internationaler Frauentag: Wir sind für gleich!

Marina Hanke am ega Frauentagsfest 2020 "Frauen schreiben Zukunft". Bild: Markus Sibrawa

Am 8. März ist Internationaler Frauentag. Diesen nehmen die Wiener SPÖ-Frauen wie jedes Jahr zum Anlass, einmal mehr daran zu erinnern, dass der Kampf für Gleichstellung und Frauenrechte noch lange nicht abgeschlossen ist. „Seit 1911 ist der internationale Frauentag ein Kampftag und in Zeiten wie diesen ist eine Kampfansage auch notwendiger denn je: Menschenrechte und frauenpolitische Errungenschaften werden tagtäglich von rechten Parteien angegriffen und missachtet. Wir Wiener SPÖ-Frauen stehen solidarisch Seite an Seite mit allen Frauen und wollen volle Mitsprache, echte Gleichberechtigung und Selbstbestimmung. Deshalb gestalten wir in unserer aktuellen Kampagne zusammen mit den Wienerinnen unser Wien der Zukunft!“, sagte die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende beim großen Frauentagsfest im Frauenzentrum ega.

„Es ist wichtig, dass wir Tag für Tag für gleiche Chancen und Gleichberechtigung eintreten. Solidarität, gegenseitige Unterstützung und Vernetzung von Frauen sind wichtiger denn je. In Wien haben wir ein dichtes Netz an Gewaltschutzeinrichtungen – damit jede Frau, die Hilfe braucht, diese auch bekommt“, betonte Frauenstadträtin Kathrin Gaal beim Talk „Frauen schreiben Zukunft“ am Frauentagsfest im ega. „Wir schaffen leistbaren Wohnraum und neue Wohnformen für Alleinerziehende. Davon profitieren vor allem auch Frauen. Und wir investieren in Zukunftsprojekte wie das Projekt ‚Respekt: Gemeinsam Stärker‘, um die Mädchen in der Stadt zu stärken und um ihnen zu zeigen: Euch stehen alle Chancen offen! Das ist unser Wien – wir schaffen die Rahmenbedingungen, damit Mädchen und Frauen ein selbstbestimmtes, sicheres und unabhängiges Leben führen können!“

Auch die Wiener FSG-Frauenvorsitzende Korinna Schumann nahm am Frauentags-Talk teil. „Frauen gestalten Zukunft, Frauen schreiben Zukunft. Eine Vielzahl der Berufe, die in Zukunft besonders gefragt sein werden, ist heute überwiegend weiblich besetzt. Man denke nur an den Bereich der Pflege, der Jugendarbeit oder der Kinderbildung. Deshalb ist es auch so wichtig, sich für diese Berufsgruppen stark zu machen, so wie jetzt für die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft. Damit die Zukunft eine gute ist und zwar für uns alle! Wien geht hier mit gutem Beispiel voran und macht riesige Schritt in Richtung Zukunft: der Gratiskindergarten, die neue Gratisganztagsschule oder auch die Förderung von Frauen in allen Bereichen sind zentral für die sozialdemokratische Handschrift unserer schönen Stadt“, so Schumann.

Die Ärztin und stellvertretende Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt Mireille Ngosso betonte im Talk die Wichtigkeit, das Bewusstsein für frauenspezifische Themen in der Medizin zu stärken: „Auch in der Medizin gibt es Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern. Forschung und Medikamentenstudien orientieren sich am männlichen Körper. Das kann dazu führen, dass Frauen mit falschen Methoden behandelt werden. Auch in der Lehre wird die sogenannte Gendermedizin nicht verpflichtend unterrichtet, deshalb wissen auch wenige MedizinerInnen über die Unterschiede Bescheid. Wir müssen viel mehr Awareness für die Ungleichheiten im medizinischen System schaffen und das Thema auch politisch anpacken.“

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Bettina Rehner, die Vorsitzende der Roten Falken Österreich, beleuchtete die Position der jungen Frauen: „Junge Menschen und besonders junge Frauen* hier in Wien wünschen sich hürdenfreie gesellschaftliche Teilhabe, politische Mitbestimmung und Vertreter*innen, die die realen Probleme junger Frauen* kennen und bekämpfen können. Wir jungen Frauen* sind als unmittelbar Betroffene die Expertinnen, wenn es um Hürden im Bildungsbereich oder am Arbeitsmarkt geht. Wir wollen mitreden, wenn neue Konzepte und Ideen entwickelt werden, um diese Stadt für uns Frauen noch lebenswerter zu machen. Deshalb braucht es auf den verschiedensten Ebenen politische Entscheidungsträger*innen, die die diversen Lebensrealitäten von Mädchen und jungen Frauen* aus eigener Erfahrung kennen, sie glaubhaft vertreten können, um unsere Zukunft gemeinsam gestalten zu können.“