Melanie, Lehrerin an einer NMS

Melanie ist Lehrerin an einer Neuen Mittelschule in Wien. Die ersten Tage nach der Schulschließung waren für sie doch etwas chaotisch, weil die Lehrerinnen auch aus schulischer Sicht täglich mit neuen Anweisungen und Erlässen konfrontiert waren.

Das erste große Ziel bestand für sie und ihre KollegInnen darin, alle SchülerInnen auf digitalem Wege zu erreichen oder auch herauszufinden, ob diese Möglichkeit der Kommunikation überhaupt bei allen besteht. „Mittlerweile können die meisten SchülerInnen zumindest über ihr Smartphone – oder das der Eltern oder Geschwister – erledigte Aufgaben hochladen und versenden. Man merkt aber jetzt noch mehr als sonst, dass Schule so viel mehr ist, als nur lernen und lehren.“, meint Melanie.
Besonders fehlt ihr das persönliche Gespräch, ein paar Scherze in der Pause oder das gemeinsame Mittagessen mit den Schülerinnen und Schülern. Dinge die man sonst als selbstverständlich erachtet, sind nun das, was am meisten abgeht.

Melanie wünscht sich für Wien den kontinuierlichen Ausbau der digitalen Grundbildung für alle Schülerinnen und Schüler und den damit verbunden den Zugang zu möglichst kostenlosen digitalen Endgeräten und WLAN in den Schulen. Soziale Ungleichheiten sollen zumindest in der Schule weniger oder am besten gar nicht zum Vorschein kommen. Denn alle haben das Recht auf chancengleiche Bildung.