Nataša, Alleinerzieherin

Nataša ist alleinerziehende Mutter, arbeitet und studiert. Die Corona-Pandemie hat viel Unsicherheit in ihr Leben gebracht: Was passiert, wenn der Kindergarten morgen zusperrt? Was, wenn ihr Sohn in Quarantäne muss? Was, wenn ihr Sohn krank wird? Was, wenn sie ihren Job noch einmal verliert?

Heute für ein besseres Morgen – Nataša auf Youtube

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Etwa 84 Prozent aller Alleinerzieher*innen sind Frauen. Sie wurden von der Krise besonders hart getroffen. Denn sie stehen immer schon vor besonderen Herausforderungen, die durch die Pandemie noch verschärft wurden. Home-Schooling, Lockdowns und die Unsicherheit am Arbeitsmarkt haben ihre Spuren hinterlassen. Derzeit sind 116.000 alleinerziehende Personen von Armut betroffen, davon 101.000 Frauen.

Nicht zu wissen, was morgen ist, ist für viele Alleinerzieher*innen Alltag. Das belastet. Unterstützung von der Bundesregierung? Gibt es kaum. Alleinerzieher*innen werden im Regen stehen gelassen. Dabei gibt es so viel, was die Bundesregierung umsetzen könnte, um die Situation von Frauen wie Nataša zu verbessern.

 

Dass Kinder in Österreich in Armut leben, ist ein Armutszeugnis für die Regierung!

Die Bundesregierung darf Alleinerziehende nicht länger im Stich lassen. Es braucht eine sofortige Unterhaltsgarantie. Der Staat muss den Unterhalt übernehmen, wenn ein Elternteil nicht zahlt bzw. zahlen kann. Denn kein Kind sollte mit der Sorge aufwachsen, ob sie sich im Winter das Heizen leisten können und ob sich die Handyrechnung noch ausgeht.

Es braucht außerdem mehr Unterstützungsangebote für Alleinerzieher*innen, ein Recht auf kostenlose Kinderbetreuungsplätze und eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich.

Gerade für Alleinerziehende ist leistbarer Wohnraum besonders wichtig. Aufgrund ihres durchschnittlich niedrigeren Haushaltseinkommens im Vergleich zu Männern sind alleinerziehende Frauen besonders auf leistbare Mieten angewiesen.

Heute für ein besseres Morgen – Nurten Yılmaz auf Youtube

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In Wien stehen wir auf der Seite der Alleinerzieherinnen

Mit dem neuen Wohnbonus für Alleinerziehende erhalten Alleinerzieher*innen in Wien deutlich leichter Zugang zum Gemeindebau und zum günstigen Segment der geförderten Wohnungen. Seither haben mehr als 300 Alleinerziehende ein Wiener Wohn-Ticket erhalten.

Außerdem schaffen wir in Wien Wohnraum für Alleinerziehende. In jedem großen geförderten Wohnprojekt werden Wohnungen für Alleinerziehende berücksichtigt unter anderem durch spezielle Wohnformen wie Wohngemeinschaften und Wohngruppen. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Gemeinschaftseinrichtungen, die als erweitertes Wohnzimmer dienen.