Gesund bleiben in Wien

Brigitte - Sorglos älter werden
Bild: Katarzyna Bruniewska-Gierczak

Brigitte ist das, was man gemeinhin als starke Frau bezeichnet. Sie ist jetzt 72 und führt ein glückliches Leben. Doch ihr Weg war nicht immer leicht. Sie ist in schwierigen Verhältnissen in Meidling aufgewachsen und hat eine Lehre zur Bürokauffrau in einer Textilfirma absolviert.

Mit 20 hat sie geheiratet, bald darauf wurde ihre Tochter Karin geboren. Sie blieb zu Hause, um sich um das Kind zu kümmern, während ihr Mann als Schlosser arbeitete. Doch das Familienglück währte nur kurz.

Nach nur vier Jahren Ehe verstarb ihr Mann bei einem Autounfall. Hinterlassen konnte er ihr nichts, vielmehr waren noch Schulden vorhanden, die sie bei der Renovierung der Wohnung gemacht hatten. Brigitte musste nun handeln.

Sie hatte Glück und fand einen Arbeitsplatz in einem kleinen Reisebüro, die Tochter wurde tagsüber von der Großmutter beaufsichtigt, denn die Versorgung mit Kindergartenplätzen war damals nicht so umfassend gegeben.

Die neue Stelle war ein Glücksfall für Brigitte. Sie begeisterte sich für die Tourismusbranche und wurde eine unersetzbare Kraft. Als ihre Tochter älter wurde, begann Brigitte, sich weiterzubilden. Sie verbesserte ihre Englisch-Kenntnisse und besuchte Französisch- und Italienischkurse.

Ihr genügte es nicht mehr, die Reisen für andere zu buchen, sie wollte selbst etwas von der Welt sehen. Also bat sie ihren Chef, sie künftig als Reiseleiterin einzusetzen. Er kam ihrem Wunsch nach, im Laufe der Jahre spezialisierte sich Brigitte auf Kulturreisen nach Italien.

Der Pensionsantritt fiel Brigitte besonders schwer. Sie, die die letzten Jahre ständig unterwegs war, immer von Menschen umgeben, musste nun damit fertig werden, den Tag alleine zu verbringen. Ihre Tochter war bereits in ihrer Studienzeit nach München gezogen. Zwar hatte sie einige Bekannte, mit denen sie sich regelmäßig traf, dennoch war sie mit ihrem Leben unzufrieden.

Kleinere gesundheitliche Probleme brachten Brigitte dazu, darüber nachzudenken, wie sie mit zunehmendem Alter wohl alleine zurechtkommen würde. Auch wenn ihre Tochter nach Wien zurückkehren würde, wäre es für sie nicht vorstellbar, sie um Unterstützung zu bitten, sie möchte niemandem zur Last fallen.

In einer Zeitung stieß sie dann auf einen Artikel über das Konzept „Pflege und Betreuung 2030“, mit dem die Stadt Wien soziale Sicherheit bis ins hohe Alter schafft und es den Wienerinnen und Wienern ermöglicht, möglichst lange in ihren vier Wänden zu bleiben. Als Alternative wurden auch Mehrgenerationenwohnprojekte erwähnt.

Letzteres stieß bei Brigitte auf besonderes Interesse. Das bunte Miteinander der verschiedenen Altersgruppen faszinierte sie, darüber hinaus wurde berichtet, dass die älteren BewohnerInnen bei Bedarf Unterstützung durch die HeimhelferInnen und Krankenschwestern gefördert durch den Fonds Soziales Wien anfordern können.

Dadurch sei sichergestellt, dass man möglichst lange zu Hause gut betreut werde. Brigitte erkannte, dass dieses Modell für sie genau das Richtige wäre.

Im SeniorInnenbüro der Stadt Wien erfragte sie Details, sie wurde beraten, welche Wohnprojekte ihren Bedürfnissen entsprechen, und bekam die Adressen der zuständigen Bauträger.

Brigitte bekam eine barrierefrei ausgestaltete Wohnung in ihrem Wunschprojekt im 22. Bezirk. Und die Wohnung ist – trotz ihrer nicht hohen Pension – leistbar, da sie durch die Stadt Wien gefördert wird. Sie genießt die Hilfsbereitschaft unter den NachbarInnen, darüber hinaus bietet die Wohnanlage eine gute Nahversorgung.

 

„Noch bin ich fit und genieße die hohe Lebensqualität in Wien. Ich betreibe Sport, mache lange Spaziergänge auf der Donauinsel und im Prater und besuche kulturelle Veranstaltungen. Immer wieder besuche ich auch den PensionistInnenklub gleich bei mir um die Ecke, um mich mit anderen auszutauschen oder um mir interessante Vorträge anzuhören. Aber es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass man im Notfall eine professionelle Betreuung erhält. Viele ältere Frauen fühlen sich alleine unsicher, daher sind solche Wohnprojekte eine perfekte Lösung. Da die Bevölkerung immer älter wird, würde ich mir wünschen, dass die Stadt Wien weiterhin den Fokus auf diese Wohnformen legt und das Angebot in den kommenden Jahren erweitert.“

 

 

Gesundheit ist eine wichtige Voraussetzung für ein glückliches Leben. Der Stadt Wien liegt daher die Gesundheit der Bevölkerung besonders am Herzen.

Gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung beginnt bereits im Kindergarten und wird in der Schule fortgesetzt. Auch die Frauengesundheit spielt eine große Rolle.

Vom jungen Mädchen bis zur Seniorin gibt es maßgeschneiderte Angebote zur Vorsorge und Gesundheit.

 

WAS WIR IN WIEN FÜR DICH ERREICHEN WOLLEN

 

  • Wir fordern, dass sich Wien dafür einsetzt, dass Menschen bis in hohe Alter unabhängig und gesund leben können. Ist Unterstützung notwendig, muss diese mit maßgeschneiderten Pflege- und Betreuungsangeboten gewährleistet werden.

  • Die Stadt Wien unterstützt die WienerInnen dabei, möglichst lange gesund zu bleiben. Ein gesunder Lebensstil ist dafür die Voraussetzung. Wien muss die Gesundheitsförderung in den kommenden Jahren weiter ausbauen und mit niederschwelligen Angeboten dafür sorgen, dass alle Bevölkerungsgruppen erreicht werden.

  • Die medizinische Versorgung darf nicht von Einkommen, Alter oder Herkunft abhängig sein. Wien sichert die Zukunft der Gemeindespitäler und verhindert so Privatisierungen im Gesundheitssystem. Die Wienerinnen und Wiener können sich auch weiterhin auf ein starkes öffentliches Gesundheitssystem verlassen.

  • Für das eigene Wohlbefinden ist eine positive Beziehung zum eigenen Körper wichtig. Frauen sollen über ihren Körper selbstbestimmt und selbstbewusst entscheiden. Krankmachenden Schönheitsidealen muss eine Absage erteilt werden. Wir wollen, dass die Bewusstseinsbildung in diesem Bereich weiter verstärkt wird.

  • Sozial benachteiligte Frauen sollen in Zukunft besonders dabei unterstützt werden, gesund zu bleiben. Generell gilt für uns: Gesundheit muss auch in Zukunft für alle leistbar bleiben.

 

Die hohe Wohnqualität, das Freizeitangebot und der große Anteil an Grünflächen machen Wien zu einer der lebenswertesten Städte der Welt.

Wien respektiert in der Stadtplanung die unterschiedlichen Bedürfnisse, insbesondere die der Frauen.

Auch in Zukunft werden wir darauf achten, dass Wien die Stadt für Frauen bleibt.

 

 

WAS WIR IN WIEN FÜR DICH ERREICHEN WOLLEN

 

  • Leistbarer Wohnraum ist gerade für Frauen besonders wichtig. Aus diesem Grund sollen in Wien in den nächsten Jahren 10.000 neue Wohnungen pro Jahr gebaut werden. Neue Gemeindewohnungen, SMART-Wohnungen und geförderte Wohnungen sollen leistbares Wohnen in Wien sichern.

  • Selbstbestimmt Altern ist für die Wienerinnen und Wiener wichtig. Jede Wienerin, jeder Wiener bleibt am liebsten möglichst lange in den eigenen vier Wänden. Wien setzt Maßnahmen, damit die Mobilität und Gesundheit der älteren Generationen so lange wie möglich erhalten bleiben. Und wenn dann einmal doch Unterstützung notwendig ist, greift die mobile Betreuung und Pflege unterstützend ein.

  • Tageszentren bieten den PensionistInnen eine abwechslungsreiche Tagesgestaltung. Durch die geplanten erweiterten Öffnungszeiten oder flexiblere Pflegeangebote werden zehntausende Familien entlastet. Sie wissen ihre Eltern und Schwiegereltern gut betreut.

  • Wohnen im Alter wird ein immer wichtigeres Thema. Wien muss einen Fokus auf barrierefreies Wohnen legen. Können ältere Menschen länger selbstbestimmt leben, entlastet dies Familien – insbesondere Frauen.

  • Der Alltag von Frauen ist komplex. Neben Berufstätigkeit leisten sie meist noch den größten Teil der Versorgungsarbeit, das Wohnumfeld spielt daher eine sehr große Rolle. Wir wollen diesen Ansprüchen Rechnung tragen und sie bei der

    Gestaltung von Wohnraum berücksichtigen.

  • Für Frauen mit Kindern müssen entsprechende Freizeitangebote in unmittelbarer Nähe des Wohnortes vorhanden sein. Wir treten dafür ein, dass Grünräume erhalten bleiben und neue geschaffen werden.

  • Im Projekt „DIE Stadt“ werden die Kriterien der Stadtplanung frauengerecht ausgestaltet. In einem innovativen Modellverfahren soll ein Kriterienkatalog zur gendergerechten Stadtplanung entwickelt werden.

 

WAS WIR IN WIEN FÜR DICH ERREICHT HABEN

 

  • Unterstützung und Sicherheit für Seniorinnen

  • individuelle Pflege- und Betreuungskonzepte

  • SeniorInnenbüro der Stadt Wien

  • leistbares und frauengerechtes Wohnen

  • aktiv im Alter

  • lebenswertes Wien