Sexuelle und reproduktive Gesundheit durch Corona-Krise in Gefahr

Portrait Petra Bayr © Petra Spiola
Portrait Petra Bayr © Petra Spiola Bild: Petra Spiola

„Aktuell ist es extrem schwer bis unmöglich eine ungewollte Schwangerschaft zu beenden. Damit ist das Selbstbestimmungsrecht der Frauen in Österreich total eingeschränkt. Heute haben wir einen Antrag im Nationalrat eingebracht, um den Zugang zum Schwangerschaftsabbruch sicherzustellen. Die aktuelle Lage ist für viele Menschen schon belastend, es soll nicht zu einer weiteren Krise in der Krise kommen“, berichten die SP-Nationalratsabgeordneten Petra Bayr und Gabi Heinisch-Hosek.
Der Antrag fordert, die verschreibungspflichte Abgabe vom Wirkstoff Mifepriston in den Apotheken zum medikamentösen Abbruch bis zur 9. Woche. Niedergelassene ÄrztInnen sollen das Rezept ausstellen.

„In den öffentlichen Krankenhäusern werden in der Corona Krise so gut wie keine Abbrüche durchgeführt. Damit gibt es für Frauen und Paare mit geringem Einkommen keine Möglichkeit eine ungewollte Schwangerschaft zu beenden. Sie werden mit allen körperlichen und seelischen Risiken durch eine ungewollte Schwangerschaft gezwungen“, kritisiert Bayr. „Wir rufen die Regierungsfraktionen auf, die persönliche Entscheidung von Frauen und Paaren zu respektieren und den Zugang zum medikamentösen Schwangerschaftsabbruch zu erleichtern“, fordert Heinisch-Hosek. Der Antrag wird dem auch in der Corona Krise tagenden Budgetausschuss zu gewiesen und dort behandelt.