Armut ist nach wie vor weiblich. Endlich entschiedene Maßnahmen nötig!

Bild: Moritz Nachtschatt

"Tag für die Beseitigung der Armut“ ist ein klarer Auftrag an die Bundespolitik

„Frauen sind in Österreich nach wie vor mit einer höheren Wahrscheinlichkeit von Armut betroffen als Männer. Durch die Auswirkungen der Coronavirus-Krise hat sich dieses Problem noch einmal verstärkt. Daher müssen hier endlich entschiedene Maßnahmen ergriffen werden, um dieser Entwicklung gegenzusteuern“, erklärte die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende Marina Hanke anlässlich des „Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut“ am 17. Oktober.

Laut aktuellen Zahlen der Statistik Austria sind 653.000 Frauen in Österreich armutsgefährdet. Frauen ab 18 Jahren sind mit einer Risikoquote von 18% deutlich häufiger armutsgefährdet als Männer (15%). Zudem droht Frauen vor allem mit der Pensionierung ein Abrutschen in die Armut. Noch immer bekommen Frauen in Österreich aktuell um 38,7 Prozent weniger Pension als Männer.

„Um Frauenarmut zu bekämpfen braucht es gerade jetzt ein starkes Maßnahmenpaket auf Bundesebene. Ein Halbe-Halbe Konjunkturpaket, das frauenpolitische Notwendigkeiten berücksichtigt, und die lange geforderte Erhöhung des Arbeitslosengeldes sind hier genauso gefordert wie der flächendeckende Ausbau von ganztägigen Bildungseinrichtungen“, so Hanke. Ebenso brauche es Maßnahmen, um Frauen am Arbeitsmarkt zu fördern und einen Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. Die Wiedereinführung der 50% AMS Mittel für Frauenförderung sei längst überfällig. „Die Frauenministerin kann sich hier ein Vorbild an Wien nehmen, wo wir seit Jahrzehnten vormachen, wie Frauen bestmöglich unterstützt werden können“, so Hanke abschließend.