Gebärmutterhalskrebs soll 2030 Geschichte sein

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich vorgenommen, Gebärmutterhalskrebs bis 2030 zu eliminieren. Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen sowie rasche und zielführende Behandlungen sind die Grundpfeiler des Programms. „Grundlegende Gesundheitsdienstleistungen, darunter natürlich auch sexuelle und reproduktive Gesundheit, müssen für alle Frauen und Mädchen zugänglich sein“, fordert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich der Cervical Cancer Prevention Week von 18. bis 24. Jänner 2021 und ergänzt: „Leider ist das nicht einmal in jedem europäischen Land der Fall.“

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich vorgenommen, Gebärmutterhalskrebs bis 2030 zu eliminieren. Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen sowie rasche und zielführende Behandlungen sind die Grundpfeiler des Programms. „Grundlegende Gesundheitsdienstleistungen, darunter natürlich auch sexuelle und reproduktive Gesundheit, müssen für alle Frauen und Mädchen zugänglich sein“, fordert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich der Cervical Cancer Prevention Week von 18. bis 24. Jänner 2021 und ergänzt: „Leider ist das nicht einmal in jedem europäischen Land der Fall.“

Gebärmutterhalskrebs ist die zweithäufigste Krebsursache bei jungen Frauen. Jedes Jahr erkranken 33.000 Menschen in der EU an Gebärmutterhalskrebs, 15.000 sterben daran. Diese Tode wären vermeidbar. „Auch die Europäische Kommission muss in ihrem ‚Europe’s Beating Cancer Plan‘ die durch HPV verursachten Krebserkrankungen ganz oben auf ihre Agenda stellen“, betont Bayr.

Bei den Bemühungen von Regierungen in Europa Gebärmutterhalskrebs zu verhindern, gibt es große Unterschiede, wie der Cervical Cancer Prevention Atlas zeigt. Belarus gehört zum Beispiel mit 13,9 von 100 erreichbaren Punkten in der Bewertung der Länder-Performance zur Verhinderung von Gebärmutterhalskrebs zu den absoluten Nachzüglern. Aber auch die Slowakei hat mit 61 Punkten einiges aufzuholen. Spanien und Frankreich liegen mit gut 75 Punkten in etwa gleich auf. Österreich kommt mit 89,9 Punkten auf Platz 15 der 46 untersuchten Länder. „Länder wie Belgien, Dänemark, UK oder Irland mit 100 Punkten zeigen aber, dass auch in Österreich noch Luft nach oben ist“, so Bayr, die Vorsitzende des European Parliamentary Forum ist, welches den erwähnten Atlas herausgibt.

2020, im Jahr der Corona-Pandemie, hat Gebärmutterhalskrebs 342.000 Menschen weltweit das Leben gekostet. Millionen HPV-Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen wurden abgesagt oder verschoben.

Acht von zehn Menschen kommen im Laufe ihres Lebens mit dem Humanen Papillomvirus (HPV) in Kontakt. HPV wird von Männern und Frauen übertragen. Für Burschen und Mädchen von neun bis zwölf Jahren ist eine HPV-Impfung in Österreich kostenlos. Für Jugendliche vom 12. bis zum 15. Geburtstag stellen die Impfstellen der Länder HPV-Impfungen zu vergünstigten Preisen zur Verfügung. Erwachsene müssen die HPV-Impfung privat bezahlen.

Zum Weiterlesen: Der Cervical Cancer Prevention Atlas des European Parliamentary Forum (EPF) untersucht die Bereitschaft europäischer Länder, Gebärmutterhalskrebs Screening-Programme und HPV-Impfungsprogramme umzusetzen und bewertet öffentliche Bekenntnisse zur Umsetzung ambitionierter Vorsorgeprogramme.