Uns reichts! Echte Gleichberechtigung braucht grundlegende systemische Veränderungen!

Gestern Nacht haben wir die Bundesregierung aufgefordert, endlich Lösungen auf den Tisch zu legen. Bild: Moritz Nachtschatt

Jedes Jahr macht der Weltfrauentag am 8. März auf das Recht auf Gleichstellung sowie auf die Diskriminierung von Frauen weltweit aufmerksam. In diesem Jahr ist es ein ganz besonderer 8. März: Wie schnell Frauen wieder zurück in alte Rollenbilder gedrängt werden, hat das vergangene Jahr der Corona-Pandemie deutlich gezeigt. Und damit auch, wie wichtig es ist, Frauenrechte hochzuhalten und den Kampf für Gleichstellung weiter zu führen.

Auch nach wie vor ist vieles im Ungleichgewicht, wenn es um gleiche Rechte von Frauen und Männern geht. Tag für Tag sehen sich Frauen auf der ganzen Welt einzig aufgrund ihres Geschlechts zum Teil massiven Ungerechtigkeiten gegenüber. Hinzu kommen Rückschritte in Bezug auf bereits Erreichtes. Mehr und mehr rückt das Prinzip „zuerst die Männer, dann die Frauen“ wieder in den Vordergrund.

„Es gibt viele Fragen, denen wir uns mit Blick auf eine gleichberechtigte Zukunft stellen müssen“, hält die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende Marina Hanke fest. „Warum verdienen Frauen im Jahr 2021 für gleiche Arbeit noch immer weniger als Männer? Warum verrichten Frauen den Großteil der unbezahlten Arbeit wie Hausarbeit und Kinderbetreuung? Und warum dürfen Frauen in vielen Ländern dieser Welt noch immer nicht selbst über ihren eigenen Körper bestimmen?“, geht Marina Hanke auf existierende Ungerechtigkeiten ein. Dabei reicht es nicht, strukturelle Probleme nur oberflächlich zu behandeln: „Es braucht grundlegende systemische Veränderungen innerhalb unserer Gesellschaft, welche den Weg zu echter Gleichstellung von Frauen und Männern ebnen“, fordert die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende.

Aktuell ist die drängendste aller Fragen jedoch die Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Frauen. „Sämtliche Entscheidungen im Zuge der Krise wurden auf Bundesebene von Männern für Männer getroffen“, zeigt Marina Hanke die Situation auf. In der Nacht von Sonntag auf Montag, den 8. März, den Internationalen Frauentag, sendeten die Wiener SPÖ-Frauen deshalb ein starkes Zeichen Richtung Bundeskanzleramt mit einer eindeutigen Botschaft. „Frauen sind die Krisenmeisterinnen, die die gesamte Gesellschaft durch diese Krise tragen müssen. Für viele von ihnen ist ökonomisch wie gesundheitlich bereits seit langem eine kritische Grenze überschritten, viele Frauen können nicht mehr“, so die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende. „Es ist endgültig genug, es braucht handfeste Lösungen“, fordert Marina Hanke die türkis-grüne Bundesregierung dazu auf, endlich zu handeln. „Es braucht ein feministisches Konjunkturpaket, welches in Pflege, Gesundheit, Kinderbetreuung und Bildung investiert. Es braucht ein Arbeitsmarktpaket für Frauen, es braucht flächendeckende ganztägige Bildungseinrichtungen in ganz Österreich, es braucht höhere Löhne für Frauen“, so die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende. „Schaffen Sie Bedingungen, damit die Frauen endlich wieder beruhigt durchatmen können!“

Frauen verdienen die gleichen gesellschaftlichen Voraussetzungen wie Männer, um ein selbständiges und unabhängiges Leben zu führen. „Frauen machen die Hälfte der Bevölkerung aus, was sich in gleichen Rechten wiederspiegeln muss. Als starke politische Vertretung für die Frauen in Wien machen wir seit Jahrzehnten erfolgreiche Frauenpolitik mit genau diesem Ziel vor Augen“, macht Marina Hanke abschließend deutlich.