Margot, Pensionistin

Margot ist Pensionistin. Mit dem Hund spazieren gehen, Kinder anrufen, Essen, mit dem Hund spazieren gehen. So sah ihr Alltag im Lockdown aus. Der fehlende Kontakt zu den Kindern, zu Freund*innen und das Alleine-Wohnen machten ihr besonders zu schaffen. Jetzt kommt die Teuerungswelle auf sie und ihre Bekannten zu.

Pensionist*innen treffen die Teuerungen besonders. Frauen bekommen um 40 Prozent weniger Pension als Männer. Der Unterschied ist in Österreich so groß wie kaum sonst wo. Die Gründe dafür: niedrigere Gehälter, zu wenig Kinderbetreuungsplätze und folglich der Weg in die Teilzeit. Oft haben Frauen eine so kleine Pension, dass sie davon nicht leben können. Entweder müssen sie auch im hohen Alter noch in Jobs arbeiten, oder sie stecken in Armut fest.

Heute für ein besseres Morgen – Margot auf Youtube

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Frauen brauchen eine Regierung, die heute für sie vorsorgt.

Für die Pensionshöhe ist sowohl die Einkommenshöhe als auch die Zahl der Beitragsmonate relevant. Bei beiden Faktoren schneiden Frauen schlechter ab. Altersarmut von Frauen ist das Symptom der österreichischen Frauenpolitik.

Langfristig braucht es ausfinanzierte Kinderbetreuungsplätze für alle Kinder, eine Arbeitszeitverkürzung, altersgerechte Arbeitsplätze, wirksame Arbeitsmarktprogramme für Frauen und ausreichend Vollzeitangebote: Nur so kann die Einkommensschere und damit auch die Pensionsschere kleiner werden. Es braucht Maßnahmen wie die Verankerung der Väterkarenz als Standard, damit alte Rollenbilder und Zuschreibungen bald tatsächlich der Vergangenheit angehören.

Kurzfristig braucht es zielgerichtete finanzielle Unterstützungen für Menschen, die von Altersarmut betroffen sind.

Heute für ein besseres Morgen – Korinna Schumann auf Youtube

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Wien lässt Pensionist*innen nicht im Stich

Wien greift Pensionist*innen schon heute unter die Arme, etwa mit der Mietbeihilfe für Pensionist*innen oder der Förderung für einen altersgerechten Umbau der Wohnung. Außerdem gibt es in Wien zahlreiche Ermäßigungen und Unterstützungen, wie den Mobilpass oder die Urlaubaktion „Urlaub in der Sommerfrische“. In den Pensionist*innenklubs, den Tageszentren, dem Generationenwohne und weiteren Angeboten schafft die Stadt Wien einen Ausweg aus der Vereinsamung, die viele Personen im Alter betrifft. Mit der Pflegegarantie wird in Wien ein weiterer Schritt gesetzt, um Familien zu entlasten. Um Wien zur Stadt für Pensionist*innen zu machen gibt es außerdem eine Wiener Senior*innenbeauftragte, die vermittelnd und vernetzend mit Magistratsabteilungen, Institutionen und Organisationen zusammenarbeitet. Denn in Wien sollen alle Menschen das Leben in vollen Zügen genießen können – unabhängig von Alter oder Geldbörserl.